Bauherr: Stadt Bamberg
Standort: Geyerswörthstraße 1, 96047 Bamberg
Projektart: Sanierung und Modernisierung
Projektlaufzeit: 2018 – laufend
Leistungsumfang: LPh 1 – 9 HOAI
Projektleiter: Hans-Heinrich Häffner, Carolin Rathsam in Arbeitsgemeinschaft mit MM+H Architekten
Die zweigeschossige Baugruppe mit Satteldächern und einem höherem Turm ist um zwei Höfe gruppiert. Alle Bauteile sollen grundhaft instandgesetzt und modernisiert werden. Der südliche Hof (Innenhof II) und der an seiner Südseite gelegene Barockflügel sind nicht Bestandteil des Projekts.
Schloss Geyerswörth geht zurück auf die im 13. Jahrhundert aus Nürnberg zugewanderte Familie Geyer, die hier bis zum Ende des 14. Jahrhunderts feste Bauten mit einer Kemenate errichten ließen. Ab 1580 ging das Anwesen auf das Hochstift Bamberg über. Bis etwa 1600 wurde Schloss Geyerswörth unter Verwendung älterer Bauteile zur fürstbischöflichen Residenz ausgebaut und mit einer hochwertigen Innenausstattung und Ausmalung versehen. Im Laufe des 16. Jahrhunderts wurde im Besitz der Bamberger Fürstbischöfe u.a. der Renaissancegarten angelegt.
Nach Kriegsschäden im 30-jährigen Krieg wurde das Schloss wieder aufgebaut und der Turm in seiner heutigen Form errichtet. Das Gebäude wurde bis in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts als Residenzschloss und ab etwa 1750 als Ämtergebäude genutzt. Seit 1904 gehört das Gebäude zu einem der Ämtergebäude der Stadt Bamberg.
Das Bauwerk ist geprägt von einer Bausubstanz, die bis in das Mittelalter zurückreicht, und die Oberflächen mit Befunden des späten 16. Jahrhunderts aufweist. Letzte Modernisierungen fanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowie in den 1960er Jahren statt.
Abbildungen: FH Architekten