Auhausen | Ehemaliges Prälaturgebäude

Bauherr: Gemeinde Auhausen
Standort: Klosterhof 1, 86736 Auhausen
Projektart: Machbarkeitsstudie, Sanierung, Umnutzung und Erweiterungsbau
Projektlaufzeit: 2021 – 2023, 2025 – laufend
Leistungsumfang: LPh 0, 1 – 9 HOAI
Projektleitung: Hans-Heinrich Häffner, Samuel Klein

Das historische Prälaturgebäude mit einer Baugeschichte, die bis ins Hochmittelalter zurückreicht, liegt im Ortskern der Gemeinde Auhausen, südlich der ehemaligen Klosterkirche. Als eingetragenes Einzeldenkmal prägt das Gebäude den westlichen Ortsrand. Im Rahmen einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme wird der Bestand reaktiviert, umfassend saniert und um einen Erweiterungsbau ergänzt. Künftig dient das Areal der Gemeinde als öffentliches Ortszentrum und zentraler Begegnungsort.

Bauforschung, denkmalgerechte Sanierung und eine neue Zeitschicht
Die fachliche Grundlage für die Sanierung wurde durch Feulner und Häffner in einer umfassenden Machbarkeitsstudie erarbeitet. Die Untersuchungen der Bauforschung brachten komplexe Funde zutage, die auf eine deutlich frühere Baugeschichte verweisen als die bisherige Datierung auf 1520. Auf Basis dieser Erkenntnisse wurden im ersten Schritt verschiedene Nutzungskonzepte und Grundrissvarianten gegeneinander abgewogen, um den Erhalt der wertvollen Bausubstanz – wie historische Gewölbe und Holzbalkendecken – optimal mit den Anforderungen an ein modernes Ortszentrum zu vereinen.

Das historische Prälaturgebäude wird nun in Abstimmung mit den Denkmalbehörden behutsam instand gesetzt. Ein notwendiger Anbau fügt sich dabei als eigenständige, untergeordnete Zeitschicht in das Ensemble ein. Zudem werden bestehende Spuren – wie Reste der historischen Kirchhofmauer – aufgegriffen. Da sich das Bauvorhaben im laufenden Planungsprozess befindet, werden die präferierte Grundrissvariante sowie die gestalterischen Details im Zuge der weiteren Ausarbeitung fortlaufend verfeinert.

Abbildungen: FH Architekten